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24.09.2018
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Transgender* und wohnungslos

Bodelschwingh-Haus mit Transgender-WG

Geschlechter-Identität und biologisches Geschlecht sind verschieden. Damit entstehen große Verunsicherungen – für den Menschen selbst wie für die Menschen im Umfeld. „Wer bin ich?“, ist hier keine philosophische Frage sondern eine existenzielle. Wohnungslos. Leben ohne sicheren Rückzugsort. Selbstsorge, Ausruhen, erlebtes sortieren, sich sammeln, Freunde einladen – all das ist ohne Wohnung nicht möglich.

So elend das wohnungslose Leben als Mann und noch mehr als Frau ist, gibt es doch einen  Kreis von gleichermaßen betroffenen Frauen oder Männern, mit denen Gemeinschaft und Solidarität auf der Straße zumindest möglich sind.

Für Transgender-Menschen gilt das nicht. Wohnangebote im Hilfesystem unterscheiden in aller Regel nach Männern und Frauen. Für Transgender* ist da kein Platz. Weil auch die Straße nicht bleibt, leben sie oft in sehr prekären Situationen, in denen sie ausgenutzt oder ausgebeutet werden.

Das Bodelschwingh-Haus ist seit 1927 vor allem eine Einrichtung für wohnungslose Männer. Zu dem Angebot gehören auch kleinere Wohngemeinschaften. Wir haben im Frühjahr 2018 eine dieser Wohngemeinschaften für Transgender* reserviert. Hier besteht ein geschütztes Wohnen mit der Perspektive, die bisherigen Schleifen im Elend verlassen zu können.

An den Voraussetzungen für eine Aufnahme ändert sich dabei nichts. Grundlage bleibt eine Bewilligung der Stadt Hamburg für Hilfen nach § 67 SGB XII.

Bei Interesse melden Sie sich im Bodelschwingh-Haus in der Humboldtstraße 65, 22083 Hamburg, Telefon 040 227217-0. Ansprechpartner sind die Herren Erdbories -14, Sartor -13 und Hohenstatt -15.

www.bodelschwingh-haus-hamburg.de