• Suchen

10.10.2018

Volksentscheid nach 5 Jahren erfolgreich

Der Hamburger Senat hat gestern bekannt gegeben, dass die Stadt Hamburg zum 1. Januar 2019 das Fernwärmenetz von dem bisherigen Mehrheitseigner Vattenfall zu 100 Prozent zurückkauft. Damit wird der Volksentscheid zu den Energienetzen aus dem Jahr 2013 vollständig umgesetzt. Damals war die Mehrheit der Bevölkerung der Initiative "Unser Hamburg - Unser Netz" und ihrer Forderung, die Energieversorgung wieder komplett in städtische Hand zu überführen, gefolgt. Nach dem bereits erfolgten Rückkauf des Strom- und Gasnetzes stand das Fernwärmenetz als Letztes noch aus.

Das städtische Betreiben der Energieversorgungsnetze ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Klimaschutzziele durch CO2-Einsparungen zu erreichen und die Daseinsvorsorge im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.

Der Bereich Diakonie + Bildung und sein UmweltHaus am Schüberg haben den Volksentscheid als Akteure maßgeblich mit unterstützt.

Zur Begründung für dieses Engagement sagte Theo Christiansen, der ehemalige Leiter von Diakonie + Bildung und einer der Vertrauenspersonen von "Unser Hamburg - Unser Netz", 2013 bei einer Veranstaltung: "Die Stromversorgung betrifft einen Bereich der Daseinsvorsorge, der Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, sie darf also nicht rein wirtschaftlichen Interessen unterliegen. Wenn die Kirche sich für ein Thema, wie z. B. die Energiewende, stark macht, muss sie auch die Konsequenzen weiterdenken und als Akteur, der Position bezieht, mit in die Diskussion gehen."

Es ist ein schöner Erfolg, dass diese Gründe schlussendlich auch in der Begründung des Senats für die Entscheidung zum Rückkauf aufgenommen wurden.