Drucken

Dienstag, 10. November 18.00 Uhr

Die unsichtbaren Kriegsfolgen

Vortrag und Film

Remarques "Im Westen nichts Neues" ist den meisten Deutschen noch bekannt. Das Buch war der erste wirkliche Weltbestseller deutscher Sprache. Antikriegsbücher gibt es zwar viele, aber kein Antikriegsbuch hat bis dahin so breite Bevölkerungsschichten angesprochen. Remarque wurde dank seines Erfolges ein reicher Mann, aber er bezahlte seinen Erfolg auch bitter. Er behielt dennoch in seinem Werk seine Antikriegsperspektive bei. Nur dass er variieren konnte, welche Gegner und in welcher Situation diese aufeinander trafen. Denn Kriege werden trotz aller Erfahrung ja auch immer wieder neu entfacht.

Aktuell fragt man sich auch in Deutschland wieder: "Warum konnten sie (die ehemaligen Wehrmachtssoldaten) nicht darüber sprechen?" Man prüft die Wirkungen des Schweigens der Soldaten auf die nachfolgenden Generationen. Remarques Werk gibt die Antwort, wie sich die seelische Vernichtung auswirkt, auch wenn die Menschen physisch überleben. Remarques Romane bleiben trotz allem Schweren lesbar, weil sie immer auch Beispiele von moralisch integren und liebenden Menschen enthalten.

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, den Film "Im Westen nichts Neues" zu sehen.

Referent: Martin Steffe, Sprachendozent, Reiseleiter, Musiker

Anmeldung bis 6. November bei Martina Alt, 040 51000-915 oder lebenimalter[at]kirche-hamburg-ost[dot]de

Veranstalter
Arbeitsstelle Leben im Alter

Kirchenkreis Hamburg-Ost

Ort
Kirchenkreisgebäude Rockenhof
Rockenhof 1, 22359 Hamburg
Kosten
keine

Zur Übersicht